google992e17e2e457984e.html Strohmarketerien | strohmarketeiren

© Strohmarketerien 2018 | all rights reserved

Strohmarketerien

Restaurierung | Fertigung

STROHMARKETERIEN

Magisch, reizvoll, faszinierend - und das schon seit über 300 Jahren.

Egal ob als Strohmarketerien, Strohintarsien oder Strohmosaike bezeichnet: Markant ist ihr natürlicher Goldglanz und ihr erstaunlicher, ausgesprochen lebendiger Schimmer. Sie haben etwas Faszinierendes, fast Magisches, nicht zuletzt auch wegen der bemerkenswerten Metamorphose von einem so unscheinbaren Material zu schillernden Kunstwerken.

Schon seit dem frühen 17. Jahrhundert wurden in Europa Strohmarketerien hergestellt. Zu den Schöpfern zählten neben Heimarbeitern, Nonnen, Mönchen und (adeligen) Dilettanten auch zünftig organisierte Handwerker und Ebenisten. Dementsprechend vielfältig fallen Strohmarketerien in ihrer Qualität und Gestaltung aus. Während einige Stücke fast naiv wirken, sind andere wahrhaft meisterlich gefertigt. Mitunter wurden sie sogar in fürstlichen Kunst- und Wunderkammern präsentiert. Zur ihrer Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert wurden Strohmarketerie aufgrund ihres seidigen Goldglanzes und ihrer leuchtenden Farben als ungewöhnliche und auffällige Dekoration für Möbel und andere Gegenstände geschätzt - genau wie auch Edelsteine, Schildpatt oder Elfenbein. Die Intension einer Imitation von Holzmarketerien war dabei, wenn überhaupt vorhanden, nur zweitrangig. Im 19. Jahrhundert schließlich entstanden während der Napoleonischen Kriege zahlreiche Stücke in Kriegsgefangenenlagern in England und Frankreich, die einige Bekanntheit erlangten. Doch auch außerhalb von Gefängnissen entstanden viele Strohmarketerien zur Zierde von Gebrauchsgegenständen und Souvenirs.

 

Heutzutage sind Strohmarketerien und das dazugehörige Handwerk weitestgehend in Vergessenheit geraten. Noch erhaltene Objekte werden demzufolge oft vorschnell als „volkstümliche Basteleien“ abgetan und damit einem wenig beachtenswerten Bereich der Kunstgeschichte zugeordnet. Dabei wird übersehen, dass auch Strohmarketerien weit verbreitet waren und nicht nur in volkstümlichen sondern auch fürstlichen Kreisen geschätzt wurden. Es ist an der Zeit die zahlreichen noch erhaltenen Strohmarketerien aus den Kellern und Museumsdepots zu holen, in denen sie meist unbeachtet auf ihre Entdeckung warten. Es ist an der Zeit die vergessene Kunst der Strohmarketerie wiederzuentdecken.